Malkbalg Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 17.04.2007 Beiträge: 469 Wohnort: Berlin!!
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 Verfasst am: 19 Apr 2007 00:12 Titel: Aber die ist von mir! Kuhthullu lässt grüßen. MUH! |
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Friedhofsnächte.
Sie hatte den kleinen verwitterten Eingang in einer dieser Straßen gefunden die man sonst nie wahrnimmt. Ein unbestimmtes Gefühl zog die junge Frau in das Gässchen. Dort stand sie nun vor der Friedhofsmauer mit dem rostigen schmiedeeisernen Tor das einmal wunder-schön gewesen sein muss.
Dieser Teil der Stadt war der älteste. Die Backsteinbauten schienen ihre Giebel über die Gasse zu neigen so das sie aussah wie ein Tunnel.
Sara war ein gewöhnlicher Teenager… hatte grad die Phase des Goth hinter sich gelassen und liebäugelte nun mit dem ersten Beruf den sie ergreifen sollte.
Friedhöfe besuchte sie noch vor einem Jahr öfters. Doch hatte sie sich wieder dem Ernst des Lebens zugewand wie ihr Vater das nannte. Diesen hatte die Änderung am meisten gefal-len. Sara war damit zwar nicht so glücklich doch der Druck war groß genug gewesen um es aus ihr heraus zu pressen.
Nun stand sie da, öffnete das Tor. „Nur ein letztes mal“ dachte sie. Irgendetwas schien sie auf das kleine Gelände zu ziehen. Die Grabsteine auf dem Friedhof waren allesamt alt.
„Verstorben 1723“ stand auf einem Stein. War diese Stadt schon so alt?
Langsam führten ihre Schritte Sara auf das einzige Gebäude zu das hier stand.
Eine winzige Kapelle deren einflüglige Tür offen stand.
Sara erschauerte. Etwas stimmte nicht. War es dunkler geworden?
Saras Armbanduhr verkündete siebzehnuhr und schien stehngeblieben zu sein.
Es zog sie weiter, in diese Kapelle hinein. Sara steckte den Kopf durch die Tür.
„Hallo ist da jemand?“
Stille. Die Schatten in der Kapelle schienen etwas zu wachsen als Saras Fuß die Schwelle betrat. Als würde das Gemäuer einatmen.
Der Altar stand nicht ganz grade und weckte Saras Neugier. Auf dem Stein unter dem Altar waren Kratzspuren als würde der Altar beweglich sein.
Im nächsten Augenblick war ihr klar das es so war. Der Altar war verschoben worden.
Unter ihm klaffte ein dunkles Loch. Da waren eiserne Sprossen an der Wand.
Der Friedhof war schön und es machte ihr auch nichts aus nach Einbruch der Dunkelheit auf ihnen zu spazieren doch dies war etwas anderes. Da unten konnte wer weiß was sein. Ein Penner der sich da einquartiert hat. Eine Sekte verrückter Teufelsanbeter oder ein psychopa-tischer Mörder der seine Opfer hier her verschleppt um ihnen was auch immer anzutun.
Sara verfluchte ihre Neugier. Es zog sie genau dort hinunter.
Wiederstrebend setzte sie den Fuß auf die erste Sprosse der Stein unter ihren Händen war kalt aber irgentwie klebrig. Die Eisensprossen fühlten sich rau aber sich an.
Der Schacht schien endlos. Das schwache Licht das durch die fleckigen Fenster der Kapelle fiel reichte nicht weit. Sara kletterte durch völlige Dunkelheit bis sie den Boden erreicht hatte.
„Was habe ich mir nur Gedacht? Hier unten ist es stockfinster und ich hab kein Licht bei mir.“
Sie hatte sich umentschieden, Sara setzte grad den Fuß wieder auf die erst Sprosse und schaute hinauf da sah sie grad noch den letzten Schimmer des Lichts über ihr verschwinden.
Ein Schauer jagte ihr über den Rücken und die Gedanken in ihrem Kopf überschlugen sich.
War da nur eine Wolke vor die Sonne gezogen? War der Altar wieder an seinem ange-stammten Platz geschoben worden? Panisch begann Sara zu klettern. Die Sprossen schiene rutschiger geworden zu sein und ihre Hände verloren mehrmals den Halt. Immer wieder musste sie quälende Pausen einlegen um sich zu fangen und nach dem nächsten Bügel in der Wand zu greifen.
Nach einer weiteren Ewigkeit stieß sie sich den Kopf am Altar. Vorsichtig tastend ließ sie ihre Finger über den Stein gleiten. Da war kein Spalt, nichts!
Verzweifelt versuchte Sara den Altar zu bewegen, stemmte sich dagegen, kratzte bis ihr die Finger schmerzten doch nichts geschah. Tränen stiegen ihr heiß in die Augen. Was sollte sie nur tun?
Vielleicht könnte sie von dort unten einen Ausgang finden. Es gab doch immer einen ande-ren geheimen Ausgang versuchte sie sich einzureden. Es musste einen geben. Langsam begann sie wieder den Schacht herunter zu steigen.
Nur nach und nach wurde ihr bewusst das es nicht völlig finster war. Ein diffuses, kränklich, grünes Licht schien von dort unten herauf.
Als Sara endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte blickte sie sich um.
Ein Gang ging von hier fort. Der Boden war feucht und überall waren Pfützen. Am Rande dachte das Mädchen das dies wohl mal ein Brunnen gewesen sein könnte.
Dem Gang folgend ging Sara weiter. Rechts und links bemerkte sie längliche Nischen in den Wänden, jeweils drei übereinander. Sie schauderte als sie bei näherem Hinschauen die Ge-beine längst verstorbener in diesen Nischen liegen sah. Weiter nur weiter, ihre Beine mach-ten die Schritte fast wie von selbst.
Das knirschende, wie von feuchtem brechendem Holz, stammende Geräusch ließ Sara wie angewurzelt stehen bleiben. Ein kalter Schauer kroch ihr den Rücken hinunter und ihre Na-ckenhaare stellten sich auf.
Das brechen und mahlen war deutlich zu hören und setzte sich auch noch fort als das Mäd-chen die Kraft fand den Fuß wieder vor den anderen zu setzen.
Der Gang weitete sich und sie stand in einer Kaverne deren Mitte noch ein paar Meter tiefer lag als der Gang.
Saras Kiefermuskeln spannten sich um den Schrei zu unterdrücken der aus ihrer Kehle drängte. Was sie dort unten sah war grauenerweckend! Eine Kreatur von etwas eineinhalb Metern größe machte sich dort an einem steinernen Sarkophag zu schaffen. Seine Haut glänzte in dem fahlen Licht wie schleimiges, schwarzes Kunstleder. Die Gliedmaßen liefen in langen, verkrümmten Krallen aus. Ohne Mühe schob es den schweren Steindeckel von dem Sarg, griff hinein und holte einen Schädel heraus.
Augenlos schien der dicke Kopf den Knochen zu beschnuppern. Dann öffnete es ein grässli-ches Maul voller verdrehter Zähne, ließ seine zuckende Zunge daraus hervorstellen und zog damit den Schädel in seinen Schlund. Das Mahlen wurde lauter als es den Totenkopf zer-malmte.
Gefesselt von der Scenerie konnte sich Sara kein bischen bewegen. Allein ihre Augen be-gannen nach elend langen Minuten nach einer Möglichkeit zur Flucht zu suchen.
Dort auf der anderen Seite war ein Durchgang. Würde sie es schaffen an diesem Monstrum vorbei zu kommen?
Vorsichtig schlich sie geduckt an der Wand entlang.
„Mach bloß keinen Fehler! MACH BLOß KEINEN FEHLER!!“
Sie hatte schon fast den Durchgang erreicht als ein Knochensplitter unter ihrem Gewicht brach. Das Knacken war selbst gegen das Mahlen der Kiefer jenes Ungetüms ohrenbetäu-bend laut. Das Wesen ließ seinen fetten unförmigen Kopf herumschleudern und starrte in Saras Richtung. „VERDAMMT!“
Mit zwei schnellen Schritten war sie an dem Eingang. „Bloß weg!“ Sie konnte hinter sich ein Knurren und Geifern hören. Schwere Schritte näherten sich und hallten von den Wänden des Ganges wieder. Sara schaute über ihre Schulter. Die Kreatur war direkt hinter ihr und streck-te greifend die Klauen nach ihr aus. „SCHNELLER!“
Ein Schlag gegen den Kopf ließ sie taumeln, dann rutschte sie an dem Gitter herunter in das sie hinein gelaufen war. Das Freudengebrüll des Monsters war das letzt was sie wahrnahm. Sara wurde schwarz vor Augen.
Irgendetwas stach in ihre Rippen. Sie schlug die Augen auf und blickte in die toten Augen-höhlen eines Knochenschädels. Diesmal schrie sie. Wild um sich blickend versuchte Sara sich auf zu setzen. Das Mädchen war gefesselt. Eine dunkle klebrige Masse hatte sich um sie gelegt und hielt ihre Arme und Beine gefangen. Sie drehte den Kopf um zu sehen wo sie war da trat die Kreatur in ihr Blickfeld. Sara erstarrte. Das Wesen hob den Steindeckel und legte ihn auf den Sarkophag.
Mit rasiermesserscharfer Klarheit begriff Sara was ihr bevor stand, dieser Schrecken fraß Knochen… _________________ 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris. |
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