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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 29 Jun 2007 20:13 Titel: Der grüne Ritter und das Lilienschwert |
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Prolog
Es hat sich für die Menschheit nicht ausgezahlt, keinen Gedanken an die Schonung ihrer Umwelt zu verschwenden.
200 Jahre nach dem blühendsten Zeitalter der industrialisierten Welt hat die Natur die Faxen endlich dicke und packt die Meschheit bei den...also da, wo's weh tut.
Tragischerweise erwischt es zuallererst die ganzen Naturschützer, und zwar auf einer gigantischen Demonstration zugunsten des Klimaschutzes. Die Idee war, ein megamässiges Monsterevent mit so vielen Menschen und Schiffen wie nur möglich, auf dem Meer stattfinden zu lassen um darauf hinzuweisen, wie bedrohlich der Meeresspiegel bereits angestiegen war.
Insofern ward dem Unternehmen Erfolg beschieden. Das mit der gigantischen Flutwelle, die alle Demonstranten und den halben Subkontinent dahinraffte, muss als ein unglücklicher Zufall angesehen werden. Konnte ja keiner ahnen. Nichtmal all die Seiesmologen, die nach einem guten, und von diversen Konzernen bezahlten Essen, den Termin für die Demo vorgeschlagen hatten.
In dieser inzwischen völlig FCKW- und Vernunftfreien Welt lebt unser Held, der Fred. Genannt ''grüner Ritter", weil er immer ein paar zur Rüstung umfunktionierte Kochtöpfe am Körper trägt und laut Aussage seiner Eltern immer noch grün hinter den Ohren sei.
Fred ist seineszeichens ein noch recht junger und ebenso erfolgloser Kavalier, dessen ganzer Lebensinhalt in dem Verlangen gipfelt, endlich mal eine Jungfrau in Not aus derselben zu erretten, wofür wahrscheinlich die bereits erwähnten Eltern und ihr folgenschwerer Hang zu absurden Gutenachtgeschichten verantwortlich zu machen sind.
Daher hält er tagtäglich Ausschau nach Drachen, obwohl noch nie jemand einen gesehen hat.
Mit Ausnahme des alten Knut. Der behauptet, er kenne jemanden, 'der-wo-noch-irgndwo-son-Viech-rumliegn-hat'.
Seinen Namen hat der alte Knut leider vergesse. Doch wann immer man ihn danach fragt beharrt er darauf, dass es der Besitzer des legendären Lilienschwertes sei, von dem allerdings, abgesehen vom alten Knut selbst, noch nie jemand etwas gehört zu haben scheint.
Diese Geschichte beginnt damit, dass der junge und recht leichtgläubige Fred sich auf die Suche begibt nach dem Besitzer des legänderen Lilienschwertes.
Frohen Mutes verlässt Fred mit geschnürtem Bündel die heimatliche Höhle und stiefelt hinaus in die nasse, regnerrische Welt voller stillgelegter AKWs und arbeitsloser Anwälte...
---bitte fortsetzen---bitte fortsetzen---bitte--naundsoweiter----------- _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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tap Überoberchef-Smutje mit Doppelstern

Anmeldungsdatum: 04.07.2007 Beiträge: 30 Wohnort: ha-hA-HAA-HAMMMMburg
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 Verfasst am: 04 Jul 2007 22:30 Titel: |
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Fred, von seinen 8 kleinen Geschwistern Freddie genannt (weil sie ihn mochten), von seinen Lehrern Freud (weil er ein Streber war), von seinen Feinden Freddchen (och jo, er hatte so den ein oder anderen) und von seinen Eltern schlicht Fred (die hatten diesen folgenschweren Namen ja auch für ihn ausgesucht, und mußten daher gezwungenermaßen wenigstens nach außen hin auch dazu stehen), und man gab ihm auch noch etliche andere Namen, die wir hier nicht alle aufzählen wollen und können, schließlich liest hier ja auch so manch empfindsame Seele mit, also ebenjendieser Fred, gen. Freddie, Freddchen... na ja, und so weiter, der sollte nun, mit seinen Kochtöpfen behangen, was ihm das Aussehen eines fahrenden Händlers verlieh, auf eine ungewisse Suche, ja, man könnte sagen, Reise, ja, man könnte sagen, Jagd, nach dem grünohrigen Drachenschwert gehen!
Ups, nee, jetzt kam was durcheinander.
Fred hatte nur wenig geschlafen diese Nacht, und der Morgenkaffee bestand nur aus einer zerbrochenen und ungemahlenen Kaffeebohne (seine Mutter hatte es mal wieder versäumt, eine weitere Kaffeebohnenzuteilung sowie die Reparatur der Kaffeemahlmaschine zu beantragen), die noch dazu angeschimmelt war, denn daran hatte die Menschheit immer noch nichts ändern können, daß Kaffeebohnen nunmal den Schimmel leicht anziehen. Wie er da jedenfalls so auf dem bißchen Kaffeebohne herumkaute, und über seine Berufung, so wie er jedenfalls meinte, daß sie es wäre, nachsann, wurde ihm gewahr, daß er ja gar nicht nach einem grünohrigen Drachenschwerte suchen wolle! Nein, besiegen wollte er einen Drachen (und er würde einen finden und besiegen, und wenn er ihn zu diesem Zweck selbst erschaffen müßte), und zwar mit dem Lilienschwert (auch das würde er sich zur Not selbst aus Lilienblüten zusammenflechten, jawoll!) und was die grünen Ohren angeht, nun, die hatte er ja selbst, wurde jedenfalls so behauptet, nachprüfen konnte er das noch nicht, weil er sich nicht selbst hinter die Ohren gucken konnte, er war also auf GEdeih und Verderb in dieser Frage auf seinen Glauben an die Bestätigung durch seinen Friseur angewiesen, der allerdings immer irgendwie verdächtig grinste, wenn er es ihm "bestätigte".
Also wie er da so auf der Kaffebohne herumkaute, um da mal drauf zurückzukommen, da besann er sich, daß er sich ja auf diese Suche, Reise, wie auch immer, begeben wollte, um mit einem noch zu findenen Lilienschwert einen noch zu findenden Drachen zu töten,um eine noch zu findende Jungfrau zu retten. Er hatte es schließlich versprochen! Und wenn doch nicht versprochen, so doch wenigstens sich in den Kopf gesetzt, eines Tages, irgendwann mal, halt damals, als ihm der alte Kurt von dem Drachen unddem Schwert usw. erzählte. (Er selbst dachte dabei vorwiegend an die von ihm zu errettende Jungfrau, aber egal).
Er schwang sich also entschlossen vom Stuhl, schwang sich seine Kochtöpfe um den Leib, die er an den Henkeln mit Seilen verbunden hatte, und eilte wagemutig aus dem Haus, mit unklarem Ziele.
Kaum unterwegs, kehrte er wieder um, ging ins Haus seiner Eltern zurück, und zog sich erst mal normale Klamotten an. Denn in der Eile des Eifers war er im Schlafanzug losgelaufen, na ja, das kann auch einem Held mal passieren.
Außerdem sprang er mal noch schnell unter den Ultraschall (also Waschen auf zünftige, emm... zukünftige Art).
Wieder verließ er, und zwar grad so wagemutig wie zuvor, das Haus, immer noch mit unklarem Ziel, d.h., er hatte keine rechte Vor- und auch keine linke Hinterstellung, wohin denn genau er sich nun wenden sollte. Sollte er Richtung Fluß laufen, oder lieber zur Raketenbasis? Wo würde ein Drachen sich wohl am ehesten aufhalten? Wie waren denn wohl seine Lebensgewohnheiten, seine Lebensnotwendigkeiten? Brauchte der Wasser, oder vielleicht Wärme? Mochte der sich vielleicht in Höhlen kuscheln oder lieber den freien Himmel in Gottes Natur genießen?
Und das Schwert mußte er eigentlich auch noch haben, und zwar bevor er dem Drachen begegnen würde, das erschien ihm jedenfalls die bessere Reihenfolge. Und irgendwie mußte er sicherstellen, daß die noch zu rettende Jungfrau erstens mal sich überhaupt in Gefahr wähnte, so daß er sie auch daraus erretten konnte, und dann mußte sie ja auch erst mal noch gefunden werden, und sie mußte von seiner Heldentat auch erfahren, also daß er das war, dem sie die Rettung dann verdankt. Sonst wäre ja die ganze Anstrenung Kappes.
Mannomann, das waren echte Probleme in seinem jungen Leben. Was hatte er sich da nur vorgenommen?
Nun, in der Schule hatte er mal munkeln gehört (also wenn sich auch so allerhand geändert hatte in den letzten Jahrhunderten, die Einrichtung Schule gab es halt immer noch), daß es früher sog. Bücher gegeben habe, und daß das sog. Schriften waren, wo Informationen festgehalten worden waren, angeblich. Er beschloß, die verrückte Familie Hugendubel aufzusuchen, die einzigen Menschen im Ort, von denen er mal gehört hatte, daß sie ein solches sog. Buch ihr eigen nannten. Glücklicherweise wohnten sie keine fünf Minuten Fußweg von seinem Elternhaus entfernt. Vielleicht würden sie ihm das Buch geben, und vielleicht würde er in diesem Buch etwas entdecken, was ihn weiterbringen würde. Was immer das sein könnte, vorstellen konnte er sich ja nicht, was sich hinter dem Wort "Buch" verbergen könnte. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 05 Jul 2007 17:02 Titel: |
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Und tatsächlich!
Nicht nur, dass die Familie ihn mit Freuden in ihr Baumhaus einlud, nein, sie kümmerten sich auch rührend um den jungen Ritter, da dieser sich als erster seit vielen, viele Jahren wieder für ihr Famlienerbe interessierte.
Vater Horst übernahm höchstselbst die Betreuung seines gern gesehenen, wenn auch recht kuriosen Gastes.
"Was genau suchst Du denn, mein junger Freund?" hatte der gutmütige Familienvater mitfühlend gefragt.
"Och, ich such....äh...also...eine Jungfrau. Ja. Genau. Eine Jungfrau. Unnnd einen Drachen wenn man's genau nimmt. Ach ja, und dafür brauche ich natürlich noch das Schwert von dem der alte..."
"Entschuldige bitte," unterbrach ihn das Familienoberhaupt, das leider kein Wort von all dem verstand, bzw. einfach keinen Sinn darin sehen konnte.
"Ich möchte eigentlich wissen, nach welchem Buch Du suchst. Wir haben nämlich noch eine ganze Menge davon." erklärte er stolz. "Also, wofür interessierst Du Dich denn besonders?" _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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tap Überoberchef-Smutje mit Doppelstern

Anmeldungsdatum: 04.07.2007 Beiträge: 30 Wohnort: ha-hA-HAA-HAMMMMburg
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 Verfasst am: 07 Jul 2007 03:04 Titel: |
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Nun, sagte Fred, wenn ich vielleicht drei Bücher bekommen könnte, die mir jeweils Auskunft über die Jungfrau, den Drachen und das Lilienschwert geben könnten!
Der alte Hugendubel entschwand und kam alsbald zurück mit den drei gewünschten Büchern. Hier, mein junger Held, so sprach er, und legte sie vor ihn auf den Tisch. Es waren Schillers "Jungfrau von Orleans", ein Buch über den Bau und die Handhabung von Lenkdrachen, sowie eines über Sumpfpflanzen, wobei auf dem Deckblatt eine Schwertlilie prangte.
Überglücklich nahm Fred die Bücher entgegen. Zum Glück waren alle bebildert, denn Lesen konnte er nicht. Sofort machte er sich ans Studium der fremdartigen Informationsquelle. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 07 Jul 2007 11:38 Titel: |
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Fred bedankte sich überschwenglich und fiel dem Mann buchstäblich um den Hals, als dieser ihm erlaubte, die Werke mit sich zu nehmen, vorausgesetzt er brächte sie zurück wenn er sie nicht mehr benötigte.
Nach einem üppigen Abschiedsmal, das die ganze Familie mit ihnen teilte, machte sich Fred wieder auf, um seine Mission zu erfüllen.
Viele, viele Rotationsperioden lang zog er durch die Lande, kämpfte sich seinen Weg im Unterholz frei (obwohl er auch die gepflegten wege und Straßen hätte nehmen können, aber wo bliebe da der Spaß?) und vertiefte sich in jeder Pause, die er sich gönnte, in die Werke des Büchermeisters, sofern er nicht gezwungen war seine Zeit damit zu verschwenden irgendwelche Ungekeuer vom Feuer wegzuprügeln, wie es sie zu der Zeit viele in den Wäldern gab, insbesondere in den Wäldern um die sagenhaften, aber leider vollständig zerstörten Energietempel namens AKW. *
Eines Tages, er war gerade beim Frühstück und bei der 'Do-it-yourself-Anleitung in dem Buch über Lenkdrachen und futterte die Reste einer zweiköpfigen Bieberratte , da wurde ihm bewusst, dass er sich nun in der Lage wähnte einen Drachen, nicht zu finden, nein, sondern selbst einen solchen zu erschaffen.
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*Einige von ihnen, die besonders penetranten, umringten gerne das Lager, breiteten eigenartige, mit bunten Symbolen bemalte, Karten aus Baumrinde (meißt von einem Baum namens 'Trade' angefertigt, weswegen die Karten auch Tradekarten genannt wurden) um das Feuer herum aus und starteten dann ein wildes Gekreische, wobei die Baumrindenkarten oftmals die Besitzer wechselten. _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 18 Jul 2007 19:36 Titel: |
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Und ganz langam nahm ein Plan in seinem labyrithartigen Abenteuerhirn Gestalt an.
Schnell machte er sich auf, erschlug im Vorbeigehen noch ein harmloses Monsterchen*, und begann in sämtlichen Dörfern jedem Mädchen dem er begegnete folgende Frage zu stellen:
'He Du, bist Du eine Jungfrau?'
Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus.
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* Aus purer Rache. Es war eines von den Viechern, die immer ganz laut 'KIIIIEK' oder 'GLURABÄÄHHHH' machten, sobald sie sicher sein konnten, daß das ulkige Tier am Feuer, also im Prinzip der Mensch an sich, gerade eingeschlafen war. Dieses spezielle Exemplar hatet ihm in der letzten Nach Gesellschaft geleistet ohne dass er es hätte daran hindern können. _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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