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Der letzte Feind - ANHANG


 
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Regine
Goldblitzbold


Anmeldungsdatum: 15.04.2007
Beiträge: 473
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BeitragVerfasst am: 17 Jul 2007 19:48    Titel: Der letzte Feind - ANHANG
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Es folgen ein paar langweilige Erklärungen zu geschichtlichen Wendepunkten, sowie technischen und physikalischen Details.
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Regine
Goldblitzbold


Anmeldungsdatum: 15.04.2007
Beiträge: 473
Wohnort: Bääärlin

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2007 19:50    Titel: Zeitreisen
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Eigentlich ging es den Wissenschaftlern in ihren Experimenten ursprünglich nur darum, Tachyonen einer bestimmten Wellenlänge (Die Wellenlänge des Tachyons ergibt sich aus der Richtung, in der die Elektronen unterwegs sind, und der allgemeinen Geschwindigkeit der Planetenbewegung, bezogen auf den Ursprung des Koordinatensystems, in diesem Fall also den Mittelpunkt des Universums.) aufzustauen und um einen Gegenstand herum zu konzentrieren, den man in der Zeit verschicken wollte. Wobei die T-Wellenlänge bestimmend war für den Zeitraum, den man durchbrechen wollte.

Rein theoretisch hätte das funktionieren sollen, und zwar in Richtung Vergangenheit und Richtung Zukunft. Anfangs hatten die Wissenschaftler keine Erfolge erzielen können, weil ihre Annahmen besitmmte Umstände nicht berücksichtigten. Sie gingen zum Beispiel davon aus, dass ein Gegenstand, der sich in der Zeit bewegt, immer am selben Ort bleiben müsste, wobei sie natürlich an den Standort auf der Erde gedacht hatten. Ihnen wurde erst nach vielen Jahren Verschwendung von Steuergeldern klar, dass der Standpunkt tatsächlich konstant blieb, sich aber, und das wusste heutzutage jedes Schulkind, auf den absoluten Standort im Raum bezog. Darauf sind sie erst gekommen, als ein Student irgendeinen archaischen Zukunftsroman (eine uralte, auf Papier gedruckte Taschenbuchausgabe) mit in die Klausur schleppte und unachtsam auf dem Pult liegen liess. Der Professor hatte diesen umgehend konfesziert.

Zum Glück und Segen der Menschheit gab es an diesem Tag keine aufregenden Neuigkeiten, so dass der Prof die Net-times bald schloss und sich nach einer anderen Zerstreuung umsah und ihm das Buch wieder einfiel. Zehn Minuten vor Ende der Klausur verwirrte er die Prüflinge, indem er wie vom Blitz getroffen vom Stuhl fiel, sich aufrappelte, und immer wieder 'Das ist es! Das ist es!' rufend aus dem Raum wankte.
Nur ein Jahr später startete das japanische Millitär das erste interergalaktische Raumfahrtprogramm der Menschheit.

Details. Es gab immer wieder Zufälle und Details, die man einfach nicht vorhersehen konnte. Der junge Student, der das Buch in die Klausur gebracht hatte, war ein japanischer Austauschstudent, der sich, wie so viele andere, Vorteile von einem Auslandsstudium in Amerika erhoffte. Bis zu dem Tag seiner Rückkehr galt er als durchschnittlich begabt und machte sich Hoffnungen auf eine Professur in Tokyo.

Ameria musste einsehen, dass die Japaner einfach bessere Zuhörer sind als die Amerikaner. Während der Physikprofessor ganze vier Wochen benötigte, um seinen Kollegen klar zu machen wo der Fehler in ihrer Rechnung steckte, benötigte der japanische Student, Yasamune Tokihara, nur eine halbe Stunde um die Kapazitäten seiner Universität auf den Fehler aufmerksam zu machen, nachdem er umgehend dorthin zurückgekehrt war. Immerhin hatte er das Buch schon fast durch gelesen, als er zur Prüfung aufgetaucht war, und konnte eins und eins zusammen zählen. Deshalb bezahlt Amerika heute Unsummen für Patentnutzungsrechte an die Japaner. Insbesondere an das Unternehmen 'Tokihara Enterprises'.
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Regine
Goldblitzbold


Anmeldungsdatum: 15.04.2007
Beiträge: 473
Wohnort: Bääärlin

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2007 19:53    Titel: Der Zeitreisefaktor im Transportwesen
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Das grösste Problem des Transportwesens ist der Zeitreisefaktor.
Nachdem man endlich begriffen hatte, dass man bei der Zeitreise darauf achten musste, die räumliche Bewegung zu kompensieren, konnte man endlich Dinge in die Vergangenheit oder Zukunft senden. Und natürlich gab es neue Schwierigkeiten. Bei den ersten Tests schickte man Testzylinder wenige Minuten in die Zukunft. Alle verschwanden zunächst erwartungsgemäss und tauchten auch wieder auf. Aber alle hatten Schäden erlitten. Und keines der Aufzeichnungsgeräte funktionierte mehr. Bei den weiteren Tests wurde dann endlich die Tatsache berücksichtigt, dass sich dort, wo die Zylinder materialisierten, ja bereits etwas anderes anwesend war. Meisst nur Luft, aber das reichte schon. Man schickte also einen Zylinder ein paar Minuten in die Zukunft und plazierte kurz vor seiner Ankunft einen zweiten Zylinder dort, wo der erste gestanden hatte. Beide Zylinder verschmolzen miteinander und bildeten eine vollkommen unbekannte Art von Materie, die daraufhin explodierte und das Labor vom Keller in das oberste Stockwerk beförderte.

Von nun an war klar, dass man eine Masse nur dorthin schicken durfte, wo sich keine andere befand. Da es nicht leicht war, auf der Erde einen Ort zu finden, an dem sich zu einem bekannten Zeitpunkt absolut nichts anderes befand, gaben die Experimente für eine ganze Weile nichts mehr her. Abgesehen von dem unglaublich hohen Aufgebot an Sicherheitskräften, dass von da zur Bewachung der Reaktoren abgestellt wurden bis mal diese endlich mit einer Sicherung versehen hatte die verhindern sollte, dass jemand ein paar wirklich dumme Ideen verwirklichte, potentielle Attentatsziele betreffend.

Es gab zwei Gründe, warum die Welt nicht bereits eine Minute nachdem das Millitär Kenntnis von der 'neuen Waffe' erlangt hatte der Zerstörung anheim gefallen war: Erstens war die Benutzung der Reaktoren, ganz zu Schweigen von der Anlage selbst, noch immer verdammt teuer, und zweitens wurde bei einem erneuten Experiment festgestellt, dass das Labor selbst dann explodierte, wenn der Zylinder ganz woanders hingeschickt wurde und dort auf Materie traf.
Solange sich kein vernünftiger Anwendungsbereich gefunden hatte wurden die Reaktoren also nur noch sporadisch in Betrieb genommen.

Ausgerechnet eine Beleidigung brachte den Durchbruch. In einem Expertenstreit beschimpfte einer der Kontrahenten einen Kollegen mit den Worten 'Sie Hohlkopf! Auf das Vakuum in ihrem Schädel wäre ja jedes Weltall neidisch!'
Der Erzählung nach sahen sich die beiden eine Weile an und begannen dann gemeinsam damit, die Parameter für einen Transport mit einem Zielpunkt ausserhalb der Erdatmosphäre zu errechnen.

Die Raumfahrt wurde möglich, indem es gelang, ein Objekt zunächst in einem Feld mit Tachyonen definierter Wellenlänge durch die Zeit zu schicken, wobei man auf eine Raumkorrektur verzichtete. Das Objekt befand sich nun in einer anderen Zeit, aber immer noch genau dort, wo es gestartet war, nur das restliche Universum hatte sich inzwischen ein ganzes Stück weiter bewegt. Dort angekommen (sofern man nicht unerwartet auf Materie stiess) wurde ein zweiter Sprung durchgeführt, bei dem man die Raumkorrektur durchführte, damit das Objekt an Ort und Stelle blieb. Anfangs hatte man auf die zeitliche Verschiebung wenig Rücksicht genommen, weil sie sich nur im Rahmen von Sekunden bewegte.

Aber man wusste, es würde zu Problemen führen, sobald es um grössere Distanzen ging, für deren Überwindung man Jahre oder gar Jahrhunderte in der Zeit zurück oder vorwärts gehen musste. Deshalb hatte man sich weltweit auf ein Verbot geeinigt, das es unter Strafe (Die Strafe für illegales Zeitreisen bestand aus einem längeren Aufenthalt auf einem Junga-Schulschiff. Dort wurde dem Delinquenten systematisch auseinandergesetzt, welche Konsequenzen seine persönliche Zeitreise mit sich brachte. Die Strafe endete, sobald die Jungas sicher sein konnten, daß 'so etwas nie wieder vor kommt!' Da die Jungas sehr liberale, aufgeschlossene Leute waren durften sich die 'Verkehrssünder' oft Jahrelang auf dem fremden Schiff amüsieren.) stellte, eine echte Zeitreise anzutreten.

Man wollte nicht riskieren, dass irgendwelche Expeditionsteilnehmer hunderte von Jahren zurück reisten und dort jede Menge Unsinn anstellten, der dann widerum in der aktuellen Zeit zu erheblichen Problemen führen konnte. Ausserdem wurde die Menschheit von allen massgeblichen ausserirdischen Verbündeten energisch darum gebeten auf solche Albernheiten zu verzichten, weil ihnen klar war, dass sie es am Ende wären, die die Folgen wieder ausbügeln mussten.
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Beiträge: 473
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BeitragVerfasst am: 17 Jul 2007 19:54    Titel: Der Chip
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Das Einzige, was die Menschen den restlichen Bewohnern der Galaxis abgesehen von der Transportertechnologie noch voraus hatten, waren die Translatorchips. Aber das war auch nicht verwunderlich. Spätestens im Jahre 2010 war jedem klar, dass man nicht einfach weiter machen konnte wie früher. Die Kommunikationstechnik war so weit fortgeschritten, dass sich praktisch nichts mehr lange geheim halten liess. Damit wurde es unmöglich, weiterhin Kriege zu führen. Denn erstens wusste das betreffende Land sehr schnell Bescheid, zweitens waren auch alle anderen Nationen umgehend informiert und machten auf diplomatischer Ebene energisch Druck, und drittens wusste auch jeder in der Bevölkerung, was los war. Man konnte nicht mehr wie früher auf ein kleines Land zeigen und behaupten, es hätte etwas angestellt, zum Beispiel den Terrorismus gefördert oder etwas in der Art. Jeder wusste, das das nicht stimmte, weil man im Weltnetz nachlesen konnte, wer daran verdiente. Es hatte sich eine Art ziviles Informationssystem gebildet, gegen das keine Regierung der Erde etwas unternehmen konnte, weil sie von Anfang an unterschätzt hatten, welche Möglichkeiten das, damals noch primitive, 'Internet' zu bieten hatte. Der Einfluss der Lobby-Politiker schmolz dahin. Die einfache Bevölkerung bildete weltweit Interessengruppen, die nun endlich gross genug waren um ihre Ansprüche auch durchzusetzen.

Diese Möglichkeiten erschlossen sich anfangs nur dem, der gewillt war, sehr viel Zeit in das erlernen von Sprachen zu investieren. Deshalb kamen ein paar clevere Geschäftsleute auf die Idee, den Translatorchip zu entwickeln. Es hat eine ganze Weile gedauert, die einfachen und alles andere als zuverlässigen gängigen Übersetzungsprogramme so weit zu entwickeln, dass sie sinnvoll arbeiteten. Irgendwann hatte man endlich ein Programm, dass in der Lage war, spezifische Kommunikationsalgorithmen zu analysieren und mittels einer Matrix widerum Sprache zu generieren. Die Translationschips waren noch nicht so gut, wie man es sich gewünscht hatte. Sie waren zu leistungsfähig. Niemand hatte damit gerechnet, dass sie auch in der Lage wären, Körpersprache zu deuten und zu übersetzen. Und niemand hatte sich die Mühe gemacht daran zu denken, dass der Chip direkt mit dem Gehirn verbunden war, ohne dass die Wissenschaft genug über das menschliche Gehirn wusste um die Konsequenzen vorher zu sagen. Sie hatten in einigen simulierten Tests herausgefunden, dass das Gehirn mit dem Chip zusammenarbeiten konnte. Und das hatte ihnen genügt. Rein theoretisch sollte das Gerät in der Lage sein, alles, was 'Sprache' sein könnte, also jede von aussen eingehende Information, der ein spezifischer Rythmus innewohnte, zu interpretieren und es dem Gehirn zu ermöglichen, eine logische Antwort in demselben Rhythmus zu formulieren.

Als die ersten Testpersonen allesamt nach kurzer Zeit katatonisch wurden hatte man endlich angefangen nachzudenken. Die Testpersonen litten an extremen Informationsüberschuss. Das Programm war in der Lage alles, was es zu sehen, zu fühlen oder zu hören gab in eine Sprachform zu überführen. Die Testpersonen wären also im Stande gewesen, sich mit einer Katze zu unterhalten, wenn sie nicht gleichzeitig durch hunderte anderer Sprachen überflutet gewesen wären, wie zum Beispiel Wind. Sie drehten praktisch völlig durch, als ihr Gehirn versuchte, all diese Informationen gleichzeitig zu verarbeiten sich auf ein Gespräch einzustellen. Nur eine einzige Testperson war überhaupt in der Lage gewesen etwas zu sagen, bevor sie in Starre verfiel.
Alle Personen schworen, nachdem der Chip entfernt worden war, dass sie ausserdem konstant das Gefühl hatten, unter all dem Radau immer wieder das Wort „hhhiiiiieeeerrhhheeeeer....“ zu vernehmen. Natürlich bot diese Technik ungeheure Möglichkeiten, wenn man sogar in der Lage war, die Schwerkraft zu hören.
Aber die Translatortechnik wurde dennoch zuerst bis zum Gehtnichtmehr vereinfacht. Man passte das Programm auf rein akkustische Signale, inklusive Stimmungslage des Sprechers, an und erweiterte es geringfügig um ein paar Routinen, die dafür sorgen sollten, dass auch Körpersprache in einem gewissen Mass übersetzt werden konnte. Ausserdem sorgte eine Sicherheitssperre dafür, dass ein gewisses Mass an Konzentration erforderlich war, um den Übersetzungsprozess einzuleiten.
Dieses relativ kleine Programm passte bequem auf die Identifikationschips, die ohnehin inzwischen in jeder grösseren Nation zum Standard gehörten. Viele Leute, insbesondere Politiker, empfanden es jedoch als enervierend, dass das Ding trotz all der Entwicklungskosten Fehler machte und gelegentliche Umdefinitionen vornahm, wenn die Logikroutinen dies für angebracht hielten. Beispielsweise wurde die Floskel 'Auf gute Zusammenarbeit' mit 'Möge der Bessere gewinnen' übersetzt. Aus dem Satz 'Ihr wohl liegt uns am Herzen' wurde der Inhalt 'Mal sehen, was wir aus euch rausquetschen können.'
Quasi als Nebeneffekt entstand also langsam eine Art globale Standardsprache, damit der Chip erst gar nicht zu Einsatz kommen musste wenn es sich vermeiden liess.

Es stellte sich heraus, dass die Chips auch bei Ausserirdischen funktionierten, als die Mannschaft von Raumflug 7.Z013 einen Schaden im Tachyonenkonverter registrieren und plötzlich die Worte „Können wir helfen?“ durch die Kabine dröhnten.
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