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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 16 Apr 2007 17:39 Titel: Der sonderbare Irre - Part I |
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Man kennt das.
Eigenartige tage, die scheusslich beginnen, immer schlimmer werden und schliesslich in einem Alptraum enden.
JENER Tag aber begann vollkommen anders. Friedlich, normal, mit einem Frühstück (ohne Eier zwar, weil ich am Tag zuvor mal wieder nicht daran gedacht hatte welche einzukaufen), einem absolut unspektakulären Nachmittag vor der Glotze und einer wenig amüsanten Fahrt zur Arbeit, gefolgt von den üblichen achteinhalb Stunden geistötend langweiliger Arbeit. Im Grunde kann ich mich nicht beklagen. Wieviele 28-jährige Städter haben heutzutage schon das Glück in einem absolut kriesensicheren Job festzusitzen? Also gut, Pförtner zu sein war zwar nie mein Traumberuf, aber wenigstens zahlt der blöde Job meine Miete und noch einige mehr.
Diese Gedanken gingen mir auch in jener Nacht durch den Kopf, als ich müde und vom Leben desillusioniert wie üblich durch die regennassen Strassen zur Bushaltestelle stolperte.
Dort wartete bereits der gewohnte Pulk von Irren, Spinnern und anderen leeren Typen auf mich. Oder auch auf den Bus, wer weiss das schon so genau.
'Handyman' brüllte die üblichen Drohungen in seine hohle Hand, die vielleicht früher dazu gedient hatte das Hirn mit ausreichend portabler Strahlung zu verseuchen um den Mann heute geistig jenseits von gut und böse gestrandet zurückzulassen.
'Krähe' dagegen verhielt sich auffanllend ruhig. Kein einziges gelalltes Wort schwappte über ihre aufgesprungenen Lippen. Ich war irritiert. Vermutlich lag es daran, dass sie sich Tags zuvor im Suff bei den falschen Leuten unbeliebt gemacht hatte und als Quittungs dafür nun ein blaues Auge und weitere verdächtige Schwellungen zur Schau trug.
Was solls, es ging mich ja nichts an.
eine der Kreaturen an der Haltestelle jedoch war absolut ungewöhnlich, selbst für diese Zeit und Gegend. Und zwar der Kerl, der plötzlich hinter mir auftauchte und mich lauthals im Namen aller Engel und Heiligen verfluchte. Ich hatte ihn nie zuvor gesehen, geschweige denn gehört. Er wäre mir sicher aufgefallen, denn er verwendete ganze Sätze.
Nach ungefähr 10 Minuten Dauerregen, der mir langsam aber sicher den Kragen hinunterlief und immerzu meine Zigarette löschte, hatte ich dann doch endlich genug von dem Geschrei. Ich drehte mich um und fragte, laut und bestimmt, was er denn eigentlich von mir wolle.
Von dieser Sekunde an schwieg der Fremde. Er wirkte verblüfft. Und wendete sich um, als fragte er sich, mit wem ich da gerade sprach.
...bitte fortsetzten.. _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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Malkbalg Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 17.04.2007 Beiträge: 465 Wohnort: Berlin!!
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 Verfasst am: 18 Apr 2007 22:58 Titel: |
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Das Schweige verwandelte sich in ein leises Murmeln und ich wandt mich wieder um um den Kerl nocheinmal zum Schweigen zu bringen.
"Hey wenn du was von mir willst dann sprich es aus oder halt die Klappe."
Was dann geschah wer ich meinen Lebtag nich vergessen. Was da hintermir stand hatte mit einem Menschen soviel Ähnlichkeit wie ein Elefant mit einerm Pferd. Aus großen goldenen Auge schaute mich ... ja ... ein ... was war das? an.
"Du kannst mich sehen?" Das Wesen hatte eine Haut wie aus Schuppen. Eine längliche Schnauze ragte mir entgegen und bei den Worten, die seltsam zischelnd klangen konnte ich kleine spitze Zähne sehen.
Na toll... nun hatte ich entgültig den Verstand verloren. Ich hatte gehofft das das noch eine weile dauert. Wenigstens noch 2 oder 3 Jahre... nun würde ich auch so werden wie die ganzen anderen Looser hier an der Haltestelle. _________________ 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris. |
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Malkbalg Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 17.04.2007 Beiträge: 465 Wohnort: Berlin!!
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 Verfasst am: 20 Apr 2007 01:11 Titel: |
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Nein nein nein da mache ich nicht mit!
Der Typ hinter mir ist kein gehender Echsenmann und ich bin noch nicht so verrückt.
Ah endlich der Bus! Mit einem rüden "verpiss dich" stieg ich in der Bus und setzte mich in die letzte Reihe.
Kopfschüttelnd saß ich da. LSD!! sie hatten was davon in die Wasserspender getan. Diese Wickser von der Verwaltung!! Das werden sie noch büßen.
Der Typ in der Kutte läuft der da wirklich neben dem Bus her? NEEEE
Verdammt wenn ich daheim bin muß ich ersteinmal etwas trinken. _________________ 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 20 Apr 2007 07:45 Titel: |
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4 Stunden später...
Manchmal kommt im Leben eben die Zeit, da muss man einfach nachgeben und versuchen rauszubekommen, was es eigentlich will.
Der 'Typ' jedenfalls wollte auch etwas. Zu Trinken. Er meinte, es sei ganz schön anstrengend die ganze Zeit neben einem Buss herzulaufen, aber die Fahrkarten seien ihm halt zu teuer. Und jetzt hätte er Durst. Zum Glück wollte er nur klares Wasser. Das betonte er immer wieder, den ganzen Weg die Treppe rauf. Ich habe gar nicht erst versucht ihn abzuwimmeln. Schliesslich war er ja nur in meinem Kopf. Dachte ich. Das dachte ich noch ganz schön lange.
Genau genommen bis zu dem Moment, in dem er wahr machte und tatsächlich Sodbrennen bekam. Ärgerlich. Es hat zwar nicht lange gedauert das Sofa zu löschen, aber jetzt hat es leider ein Loch. Mein Fehler. Er hat ja gleich gesagt er vertrüge keinen Alkohol. Nur war ich leider inzwischen betrunken genug um die Idee amüsant zu finden, eine Halluzination betrunken zu machen. _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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Malkbalg Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 17.04.2007 Beiträge: 465 Wohnort: Berlin!!
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 Verfasst am: 24 Apr 2007 17:32 Titel: |
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Nach 3 weiteren Drinks war ich soweit das ich die Halluzination Halluzination sein ließ und mich ins Bett legte. Morgen würde alles wieder so sein wie immer... ganz bestimmt. Hoffe ich...
Zweiter Tag.
Morgens.
Ich schlug meine Augen auf. Ich kann die Wasserflecken an der Decke sehen.
Soweit so gut. Also hab ich mich nicht blind gesoffen. Meine Zehen ... wackeln.
Hände? Ja, ... und der Kopf? Hm nichts? Ein wenig heb... NEIN! FEHLER!
Wieder hinlegen und die Augen schließen. Besser. Ooooh meine Fresse so einen Kater hatte ich schon lang nicht mehr. Wie soll ich denn nun aus dem Bett kommen und was schnauft mir da ins Ohr? Will ich das wirklich wissen?
Muß ganz langsam den Kopf drehen. Es ist wohl besser wenn ich die Augen schließe. Nun liegt mein Kopf also auf der Seite. Etwas bläst mir ins Gesicht. Es ist warm und riecht nach Schwefel und Alkohol... da war doch gestern Abend noch etwas. _________________ 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 27 Apr 2007 09:59 Titel: |
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Wage, sehr sehr wage, kehrte die Erinnerung an meine Begegnung mit Jhonny Walker zurück, begleitet von einem weiteren Atemzug des hatnäckigsten Katers den ich wohl je hatte.
Als erstes ging ich mal Zähne Putzen.
Mein anschliessender Busgang (autsch, aua, arg,...) in die Küche ergab Folgendes:
- weitere Kopfschmerzen
- dicken, schwarzen heissen Kaffee und
- die Erkenntnis, dass mir die Zigaretten ausgegangen waren.
Als ich mich mit meiner mageren Beute in den gemütlichen, wenn auch geblümten, Ohrensessel im Wohnzimmer fallen liess konnte ich es einfach nicht länger ignorieren.
Das Monster sass immer noch da, auf meinem zweite-Hand-Sofa, und sah mir geduldig beim Kaffeeschlürfen zu.
Verflixt schade, dass ich mich an kein Wort von dem erinnern kann, was es mir gestern erzählt hat, obwohl ich sicher bin, dass es die ganze Nacht geredet hat wie ein Buch.
"Können wir dann los?" fragte es leise. Hatte wohl auch einen üblen Kater, das arme Viech. Oder besser gesagt wohl meinen, falls es doch nur Einbildung war.
Ich musste noch nicht zur Arbeit, dazu war es noch viel zu früh. Aber ich dachte, ein Besuch beim Seelenklempner könnte nicht schaden. Zum Glück hatte einer von denen seine mickrige Praxis direkt in der Wohnung unter der meinen. Das konnte ich gerade noch schaffen.
Ich tapste hinunter und klingelte Sturm... _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 03 Mai 2007 10:41 Titel: |
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Das war vielleicht keine besonders gute Idee. Zwar öffntte mir der Mann tatsächlich die Tür und liess mich auch hereinkommen um mir seine sündhaft teuere Aufmerksamkeit zu widmen, aber ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass er mir nicht sonderlich viel Interesse entgegen brachte. Zu Beispiel fragte er zwischendurch immer wieder : 'ach ja?' und 'tatsächlich?', obwohl ich gar nicht mit ihm gesprochen hatte.
Ich musste nämlich ständig den blöden Echsenheini bitten doch endlich mal die Klappe zu halten. Ständig redete der dazwischen. Machte Bemerkungen wie: 'Also ganz so war das ja nicht...'.
Wie soll man sich unter solchen Bedingungen konzentrieren können?
Am Ende verliess ich die Praxis mit der Nowendigkeit einen Kredit aufzunehmen und einem Rezept für starke Schlaftabletten und Antidepressiva. Die wollte der Echsenkopf aber nicht nehmen, also holte ich sie gar nicht erst aus der Apotheke.
Schliesslich, als ich schon gar nicht mehr weiter wusste, unterlief mir mein bis dahin schlimmster Fehler.
Der Echsenkopf fragte mich irgendwas, ich hörte wie üblich gar nicht richtig zu und antwortete rein mechanisch mit: 'Meinetwegen.'
In der nächsten Sekunde führte die Echse einen Freudentanz auf (sehr peinlich, so mitten auf der Strasse), fasste mich bei den Händen und begann so schrill zu pfeifen, dass mir nach ein paar Sekunden die Sinne schwanden.
Tja. Und hier bin ich dann wieder aufgewacht. Ohne eine Vorstellung davon, wo oder was dieses 'hier' eigentlich war.
Bitte fortsetzen... _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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Malkbalg Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 17.04.2007 Beiträge: 465 Wohnort: Berlin!!
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 Verfasst am: 03 Mai 2007 23:19 Titel: |
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Ich blicke mich um... hm das sind Baume ... Eichen glaube ich.
Der Boden ist weich und anschmiegsam. Das muß wohl Moos sein. Hab ich schonmal gehört. Aber wirklich bekannt is das alles mir als Stadtkind nicht.
Dann is da wieder dieser Echsenknilch, wie er sich so übermich beugt würde ich ihm am liebsten in sein kurze Stubsschnauze beißen.
Aber eins nach dem anderen. Ersteinmal sollte ich meine Situation nocheinmal klären... Ich liege in einem Park ... nein einem Wald. Ich sehe keine Straßen oder Häuser wenn ich um mich schaue. Wollte ich in so einen Wald , was auch immer bewahre mich davor, dann müßte ich echt lange fahren und aus der Stadt raus.
Also als erstes "WO ZUM DEUBEL BIN ICH?" Die Frage bricht lauter als ich dachte aus mir hervor und der Knilch schreckt zurück.
"Aber aber du woll ... wolltest doch mit nach Grxnax..." Das letzte klingt wie ein Gurgeln das aus einem kaputten Lautsprecher kommt. _________________ 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 07 Mai 2007 13:09 Titel: |
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'War ja klar.' dachte ich so bei mir. ' Das hatte ich jetzt davon, dass ich dem Kerl nie richtig zugehört hatte.
Eigentlich seltsam. In meinem Beruf gehört Aufmerksamkeit normalerweise immer zum Handwerkszeug. Aber egal was der Typ auch erzählt, ich kann es mir einfach nicht merken.'
Ich war neugierig, ob es sich bei den anderen Kerlchen, die inzwischen um uns herum standen, auch so verhielt. Herjeh, die sahen für mich alle gleich aus und schnatterten wild durcheinander.
Ich bekam nur bruchstückhaft mit worüber sie sprachen. Und eigentlich interessierte es mich auch nicht besonders.
Etwas an den Bäumen war merkwürdig. War der Himmel nicht normalerweise blau? Das hiesige Mintgrün kam mir verdächtig vor. Und Bäume waren doch gewöhnlich grün anstatt blasslila? Und gab es in einem normalen Wald nicht schrecklich viele von den Dingern?
Hier standen nur ein paar davon herum.
Jetzt fiel mir auch auf, dass am Himmel eine kleine gelbe Sonne zu leuchten schien, die verdächtige Ähnlichkeit mir einer Glühbirne hatte.
'....gefällt..Innenausstattung? Oder sollen wir die Wände doch lieber rosa streichen?' hörte ich eine der Echsen gerade sagen.
Bitte fortsetzen... _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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Malkbalg Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 17.04.2007 Beiträge: 465 Wohnort: Berlin!!
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 Verfasst am: 16 Mai 2007 18:14 Titel: |
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Ich richtete mich auf und stellte mich ersteinmal wieder hin.
AAARG das is nun wirklich keine gute Idee gewesen. Mein Schädel will mich wohl umbringen? Mein kleiner irrer fing mich auf als ich mich schon wieder auf dem Weg richtung Boden machte.
"Na na vorsicht. Verletz dich nicht."
Uuuui toll nun hab ich jemanden der sich um mich sorgt. Als hätte ich nich schon genug Probleme... moment mal Probleme? Die waren auf einen Schlag mehr geworden. Diese Erkenntnis traf mich wie ein Backstein der aus dem fünften Stock herrab fiel. Ich hatte noch zu tun! Ich muß zur Arbeit! Zu meinem Termin beim Seelenklemptner und und ... das Date am Wochenende
wie soll ich das denn noch alles schaffen wenn ich hier bin?? _________________ 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 27 Jun 2007 16:11 Titel: |
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Da gab es nur eine Möglichkeit. Ich musste versuchen, die Angelegenheit so schnell wie möglich zu einem Ende zu bringen und dann einen Weg nach Hause finden.
"Also gut Jungs!" gab ich in aufmunterndem Tonfall und händeklatschend von mir.
"Tja, die Deko hier ist ja wohl das allerletzte, was?" mein darauffolgende 'Ha. Ha..' klang etwas hölzern, was aber daran lag, dass es auf einmal totenstill war und mich sämtliche Echsenviecher von einer Sekunde auf die andere irgendwie komisch ansahen. Die Mimik von den Kerlchen ist nicht ganz leicht zu interpretieren, aber ich war mir ziemlich sicher, dass ein freundlicher Gesichtsausdruck ganz anders aussah. Mit anderen Worten: Sie starrten mich ziemlich wütend an.
Was hatte ich nur falsch gemacht? _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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Malkbalg Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 17.04.2007 Beiträge: 465 Wohnort: Berlin!!
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 Verfasst am: 27 Jun 2007 19:26 Titel: |
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"Ääähm aaaalso gut Jungs ... Mädels vielleicht auch. WAS wollt ihr von mir?
Könnte mir bitte irgentwer sagen was ich hier soll?"
"Du sollen helfen tapezieren Decke. Wir alle zu klein und außerdem du sollen den Schnarf gnaffeln." Bei dem Wort ... SCHNARF?? ging ein Zittern durch die kleinen Kerle. Moment tapezieren? Einrichtun? Ich lege meinen Kopf zurück und schaue in ein Zimmer ... mit einer fürchterlichen Farbgebung. Wie bei einem Puppenhaus fehlte die vordere Wand und man sah einen niedrigen, arg verwinkelten Tisch ein rosa Sofa mit lila Punkten. Zumindest war es das was einem mit einem markerschütternden Schrei ins Gesicht springt. So langsam schien es als ließen meine Kopfschmerzen nach. _________________ 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 28 Jun 2007 12:55 Titel: |
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Was ich natürlich angesichts der offenkundigen Geschmacksverirrung sofort bedauerte. Jetzt hatte ich nichts mehr, was mich ablenken konnte.
Alleine der Versuch sich vorzustellen, wie man das Schreckensbild wieder in eine annehmbare Hütte verwandeln konnte würde wahrscheinlich Wochen in Anspruch nehmen. Also ließ ich mir etwas einfallen:
"Passt mal auf" schlug ich souverän vor, "ich mache euch ein angebot, ja? Ich...äh...gaffelle mal eben euer Schaf und ihr bringt mich nach Hause, einverstanden?"
Vorwurfsvolle Blicke wanderten von mir zur Tapete und wieder zurück.
"...UuuuHuuund", fuhr ich fort, wobei ich mich angehört haben muss vie ein Strassenverkäufer für Küchenmaschinen, "ich fabbele nicht nur das Schafdings, soooonnnndern," hier machte ich eine Künstlerpause um die Wirkung zu erhöhen, " ich verrate euch auf dem Heimweg auch noch, in welcher Farbe ihr diese Unmöglichkeit hier streichen solltet. Na, wie klingt das?" _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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tap Überoberchef-Smutje mit Doppelstern

Anmeldungsdatum: 04.07.2007 Beiträge: 30 Wohnort: ha-hA-HAA-HAMMMMburg
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 Verfasst am: 04 Jul 2007 19:46 Titel: |
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Mein Vorschlag schien auf wenig Gegenliebe zu treffen, denn ein Raunzen und Schnauben ging durch die Echsenmeute, und zwar in Tonlagen,die ich nur als eindeutig verärgert interpretieren konnte. Schließlich fingen sie auch an, etwas verhalten noch, zu fauchen, und immer wieder warfen sie mich scharf beäugende Blicke zu mir herüber, wobei kleine Blitze aus ihren Augen schossen, die glücklicherweise aber immer verglühten, bevor sie mich erreichten. Mir wurde darüber dann aber doch etwas ungemütlich, denn es blieben doch gegen mich gerichtete Blitzattacken, auch wenn sie mich letztlich nicht trafen, und auch wenn sie von Echsen abgeschossen wurden, die nur 35 cm groß waren, so wurden sie doch abgeschossen, und überhaupt, das war ja schon allein unheimlich, daß Echsen solche Augenblitze überhaupt abschießen können, und vor allem, daß ich anwesend war, während sie dies tun! .
Der Echsenheinzi, der mich an der Haltestelle von der Seite angequatscht hatte, (also nach meinem Befürworten der, der die Schuld an dem ganzen Durcheinander trug - und ja! Ich suchte und fand in ihm den Schuldigen für meine Lage! Und, um es genau zu sagen: Das war auch einer der Gründe, warum ich ihn nicht wirklich leiden konnte!) gestikulierte am Wildesten und stieß auch die tiefsten Grunzer von allen aus, und jedesmal wenn er mit den schuppigen Armen ruderte, (ich fragte mich, ob er wohl unter Psoriasis leidet?) sprangen die anderen Schuppenwesen auf und zu allem Überfluß machten sie dabei auch jedesmal noch einen Satz in meine Richtung. Glücklicherweise pfiff er sie dann aber jedesmal wieder zurück, und sie gehorchten ihm auch.
Bei all den Gerüchen, Geräuschen, und dem sonderbaren Schauspiel, das sich mir bot, fiel es mir zunehmend schwerer, an eine bloße Einbildung von meiner Seite zu glauben. Auch fühlte ich mich schlagartig völlig nüchtern, seit das Raunzen und Zischen dieser Schuppenwesen begonnen hatte, auch die Augenblitze irritierten mich, denn wenn sie mich selbst auch nicht trafen, so entzündeten sie doch jeweils die Stelle, auf die sie aber trafen, bevor sie verloschen. Das Zimmer war unterdessen schon übersät mit kleinen Brandlöchern, die teils noch vor sich hinkokelten. Ich hatte die schlimme Vorahnung, daß es bald vielleicht den geschmacklosen Vorhang treffen und diesen entzünden würde. Also nicht, daß es um den so schade wäre, - aber mich gab es ja auch noch! -------Noch!
Ich sah jedenfalls das Zimmer schon in Flammen, mich mittendrin, und dann halt ebenfalls den Flammen übergeben. Hätten die Echsen Feuerzeuge gehabt, ich hätte sie ihnen jetzt weggenommen, aber an ihre Augen traute ich mich dann doch nicht heran bzgl. eines Besitzerwechsels. Also harrte ich aus in all den kokelnden kleinen Brandflecken, und in der Sorge, bald alles in Flammen sehen zu müssen. Wobei ein befürchtetes Spürenmüssen meine noch größere Sorge war.
Ich spürte, wie mir etwas Kaltes den NAcken hinaufkroch. Das war aber nicht etwa eines dieser Wesen, das war die nackte Angst, die sich mittlerweile in mir breit machte, und wie gesagt, sich erst mal mit meinem Nacken zufrieden gab. Ich mußte echt langsam mal herausfinden, wo ich mich befand, und erst Recht, wie ich mich aus dieser Lage befreien konnte. Und eigentlich auch nicht nur langsam, sondern mal ganz schnell, so hatte ich nun den glasklaren Eindruck. Denn mehr und mehr meinte ich, die Gesten des Oberechsenheinzis dahingehend interpretieren zu müssen, daß ein Komplott irgendeiner Art gegen mich geschmiedet wurde.
Das Zimmer hatte ein Fenster, das schloß ich messerscharf aus der Tatsache, daß ja dieser häßliche Vorhang da hing. Vielleicht konnte ich es unbemerkt öffnen und entfliehen? Oder falls es nur bemerkt geöffnet werden konnte, so vielleicht wenigstens schnell genug, um trotzdem hindurchfliehen zu können? Ich wagte kaum zu atmen, um keine weitere Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, und faßte den festen Entschluß, mir zum nächsten GEburtstag UNBEDINGT eine Tarnkappe zu wünschen, - falls ich den überhaupt noch erleben würde. (Von wem ich mir das wünschen könnte, wer mir diesen Wunsch denn würde erfüllen könnne, diese Frage wollte ich dann später beantworten und mich im Moment damit nicht aufhalten, denn ich hatte ja erstmal anderes zu tun).
Da geschah, was ich schon befürchtet hatte (wer aufmerksam mit mir mitgebangt hat, hat die Befürchtung ja sicher ebenfalls schon eine geraume Weile): Der Vorhang wurde von einem der Augenblitze getroffen, und stand fast unmittelbar in vollen Flammen und verbrannte in Windeseile vor meinen Augen. Er hinterließ ein Häuflein Elend und ein paar blanke Mauersteine kamen zum Vorschein, wo andere eine Glasscheibe vermutet hätten. Und wieder wurde mir die Mißlichkeit meiner Lage brutal vor Augen gezerrt: Das Fenster war zugemauert worden, eine Flucht auf diesem Wege damit versperrt! Was tun? Ich war heute echt vom Pech verfolgt. Und von Echsen verfolgt fühlte ich mich außerdem noch.
Unterdessen ging es unter diesen Echsen schon richtig tumultartig zu. Immer häufiger sprang unter dem GEfuchtel des Oberechsenheinzis eine der anderen Echsen mit einem Satz in meine Richtung, versprühte Augenblitze und unterdessen schossen bei einer solchen Scheinattacke (denn sie wurde ja, noch, nicht bis zum Ende ausgeführt) auch kleine Messer von unter ihren Fingernägeln hervor, oder wo auch immer die herkamen, ich hätte ja gesagt aus den Ärmeln wie bei einem Zauberer, wie ich es mal in einer Kindervorstellung gesehen hatte, aber erstens war das schon Jahre her, ich habe es auch damals gar nicht wirklich erkennen können, woher die kamen, und außerdem waren das damals Hühnereier und keine Messer, und das ist ja jetzt auch ganz egal, wo genau die herkamen, mönsch! Sie schossen jedenfalls um mich herum, und das war doch in gewisser WEise beunruhigend, auch wenn ich damit etwas zimperlich rüberkomme, und ja, ich hatte Angst.
Aus den Augenwinkeln, also ohne mich merklich zu rühren, versuchte ich, das Zimmer nach weiteren Fluchtmöglichkeiten zu durchsuchen. Der Kronleuchter in der Mitte fiel mir ins Auge, aber glücklicherweise in das linke, auf dem ich ohnehin schon fast blind war, das war also nicht so tragisch. Wäre er nicht in diesem Moment heruntergefallen, (und mir auch noch ins Auge, Mist blöder!), so hätte ich mich vielleicht daran hängen und über die Echsen hinwegschwingen können, zur Tür oder so. Wo war denn eigentlich die Tür? Ach ja, richtig! Ich hatte ganz plötzlich die Lösung für mein merkwürdiges und schier unglaubliches Problem:
Das Zimmer hatte ja nur drei Wände! Sollte es da nicht möglich sein, die fehlende Wand wie eine vorhandene Tür als Durchgang zu benutzen?
Vielleicht könnte es mir so gelingen, aus diesem verechsten Zimmer zu entweichen? Nun mußte mir nur noch einfallen, wie ich die Echsen ablenken könnte, um unbemerkt durch keine Wand entkommen zu können. |
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Regine Goldblitzbold

Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 473 Wohnort: Bääärlin
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 Verfasst am: 05 Jul 2007 13:37 Titel: |
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'Oh man', dachte ich bei mir, 'hier geht's ja zu wie auf dem Fussballplatz beim Endspiel England gegen die Türkei!'
Und plötzlich wußte ich es. Es war alles nur eine Frage der inneren Einstellung. Also straffte ich mich, stellte mich aufrecht vor all diess Viehzeug und pfiff auf zwei Fingern so laut ich nur konnte:
"Juuungs!" rief ich, "Jetzt reißt euch doch mal zusammen!"
Einige der Jungs schienen zwar Mädchen zu sein, aber dennoch hatte ich von einer Sekunde auf die andere die volle Aufmerksamkeit des gesamten Publikums. Die meissten von ihnen standen mit einem mal da und wussten offenbar gar nicht, was in sie gefahren war. Verlegen scharten sie mit den Füßen in der Glut, die vormals ein schrecklicher Teppich gewesen war.
Ich achetete darauf mir meine Angst nicht anmerken zu lassen und bewegte mich auf meinen Fluchtweg zu wie ein Regisseur, der händeringend versucht den Schauspielern klar zu machen dass in einer Woche Primiere ist.
"Und nun,' hob ich schwungvoll an, 'fassen wir uns alle bei den Händen...oder...Krallen.., schliessen gemeinsam die Augen, zählen leise bis 10 um uns zu beruhigen und atmen alle einmal tief durch. Neinein, ich nicht. Ich passe auf, das in der Zwischenzeit nichts geschiet.
Bei 7 war ich bereits so weit weg, dass ich die nachfolgenden Rufe, sofern es welche gab, schon gar nicht mehr hören konnte.
Meine Flucht wäre mir auch gelungen, wenn ich mich nur nicht nach dem albernen Haus umgedreht hätte. Dann wäre ich nämlich diesem riesigen Ungeheuer nicht direkt vor die Füsse gelaufen und hätte mir an seinem Zeh nicht den Kopf gestossen.
Inzwischen weiss ich, dass es ein Schnarf war und kein Ungeheuer, aber damals...oh man! _________________ Gott sei Dank bin ich Atheist! |
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