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Eltern werden ist nicht schwer, Bürokratie dagegen sehr...


 
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Regine
Goldblitzbold


Anmeldungsdatum: 15.04.2007
Beiträge: 473
Wohnort: Bääärlin

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2007 13:25    Titel: Eltern werden ist nicht schwer, Bürokratie dagegen sehr...
Antworten mit Zitat

Also Kindergeld zu beantragen ist eigentlich ganz leicht.

ELTERNGELD dagegen....

bekommt zufällig jemand den ihr kennt ein Baby?

Also dann gut aufgepasst:

Ich bekam gerade einen lieben Anruf von der Behörde, die das Elterngeld bearbeitet, nämlich dem Jugendamt. Und da fiel mir auf, dass ich ja mal ein paar Dinge dazu schreiben könnte, falls einer hier das zufällig auch durchmachen muss.


Um das vielgerühmte Elterngeld zu bekommen muss man erstmal einen 3seitigen kryptischen Antrag ausfüllen, den man glücklicherweise im internet abrufen kann.
Der endet mit der Auflistung diverser Anlagen, die man selbstverständlich immer parat hat. Zum Beispiel die Gehaltsbescheinigungen der letzten 12 Monate. HALT! Richtig! Wenn die Mutter zufällig Mutterschaftsgeld bekommt, dann sogar bis 14 Monate zurück und die zwei letzten (eben die mit dem M.-Geld) weglassen, weil die helfen zur Berechnung eh nicht.

Und das gleiche bitte nochmal für den Vater, wenn der denn auch seine Monate haben möchte.

Dann fehlten eigentlich nur noch
- die Arbeitsbescheinigungen vom Arbeitgeber (da gibt es sogar einen Vordruck. Schnipsel Nummer 3 auf dem Anlagebogen, ziemlich winziges Teil. Hat das Büro von meiner Arbeit gar nicht ernst genommen.)

- Die Bescheinigung von der Krankenkasse (auch son Schnipselchen, das einem die Krankenkasse erst noch ausfüllen muss)
- Die Bescheinigung über Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse
- Die Lohnsteuerbescheinigung vom letzten Jahr (wozu? Tja,...?) incl. Kirchensteuerbescheid, und
- die Gebursbescheinigung natürlich

Das wäre fast schon alles, es sei denn, man ist Ausländer oder selbstständig oder irgendwas anderes kompliziertes.


Dazu kommen noch, was leider nirgendwo steht:

Kopien der Ausweise und je eine Elternzeitbestätigung vom Arbeitgeber.

Nur schade, dass man die Hälfte von dem Kram erst hat wenn das Baby längst da ist und man eigentlich ganz gerne schonmal etwas Geld hätte von dem man leben kann.

Macht aber nix, weil, die Mutterschaftszeit wird ja ohnehin nicht, oder nur gering, ausgezahlt. Hurra, sind ja nur 2 Monate von 12, auf die man angeblich ein Anrecht hat.

Und noch ein Tip:

Mit 'Lebensmonat (LM) des Kindes ist folgendes gemeint:

Der Geburtstag des Kindes.
Also unserer ist am 18.5 geboren. Damit ist sein erster Lebensmonat vom 18.5 bis 18.6.
Nicht etwa 'Mai' oder so was Einfaches.
Hat mir die Dame am Telefon gerade erklärt. Verstanden habe ich sie trotzdem nicht ganz, als sie mir sagte, ich könne das Elterngeld nicht erst ab dem dritten Monat beantragen, weil sie mir dann '(Zitat) ..noch zwei weitere Monate wegnehmen muss'.
Wie gesagt, ich habs nich kapiert. Aber ich werde wohl lieber ab dem ersten Monat beantragen, obwohl ich da gar nichts bekomme.
Bürokratie eben....


Und vergesst um Himmels Willen ja nicht den Antrag zu unterschreiben. Smile
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Malkbalg
Goldblitzbold


Anmeldungsdatum: 17.04.2007
Beiträge: 465
Wohnort: Berlin!!

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2007 19:20    Titel:
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*mit den Augen klimper* ääääh ja ... gut das ich nie Kinder haben werde.
Da würde ich ja echt amok laufen ggg Nein Regine du bekommst die Kettensäge zum Abgeben nicht...
_________________
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf streiten und die zehnte summt die Melodie von Tetris.
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Regine
Goldblitzbold


Anmeldungsdatum: 15.04.2007
Beiträge: 473
Wohnort: Bääärlin

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2007 17:08    Titel:
Antworten mit Zitat

Will aber!

In der Zeitung steht nämlich gerade, dass die Jugendämter völlig überlastet sind weis so viele Anträge auf Elterngeld gestellt werden und die Mitarbeiter nicht hinterher kommen.
Die haben sogar die Öffnungszeiten noch weiter reduziert, damit sie mal zum Arbeiten kommen. Und das Berechnungs-Computerprogramm funzt auch nicht.Wink

Aaaalsooo:
Da haben wir auf der einen Seite einen Antrag, den man nur mit Hilfe des FBI ordnungsgemäß mit allen Anlagen und so abgeben kann und der mehrere Kilo Papier umfasst,
und auf der anderen Seite vollkommen überlastete Mitarbeiter.

Also wie kann DAS denn sein Question
Rätsel über Rätsel...
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Regine
Goldblitzbold


Anmeldungsdatum: 15.04.2007
Beiträge: 473
Wohnort: Bääärlin

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2007 03:28    Titel:
Antworten mit Zitat

Neuester Stand:

Hurra, der Antrag ist durch. Zumindest für mich.

Mario mußte erst noch die Bescheinigung von seiner Arbeit abwarten. Die waren mit der Anforderung leider völlig überfordert und haben anstatt eines eigenen Schreibens einfach nur den formlosen, handschriftlichen Antrag gestempelt, unterschrieben und mit dem Wort 'genehmigt' versehen und das dann einfach zurückgeschickt.
Natürlich erst nach einer direkten uns sehr genervter telefonischer Anfrage, weil das Schreiben ja eigentlich laut Aussage eines Verantwortlichen längst in der Geschäftsstelle in Westdeutschland liegt und die die Genehmigung auch schon abgeschcikt haben. Jaja.

Nun hat der Behörde nur noch die Kontoverbindung gefehlt, die natürlich nicht per Telefon durchgegeben werden darf, sondern schriftlich vorliegen muß.

Seltsam, aber so steht es geschreiben...

Ach übrigens:
Während inzwischen ja so ziemlich jede staatliche oder halbstaatliche Leistung vom Bürgeramt erledigt wird (wie beispielsweise die Änderung der Lohnsteuerkarte, polizeiliches Führungszeugnis, Ausweise, sowas eben) muß der Antrag für das Elterngeld an das Bezirksamt, speziell JUGENDAMT geschickt werden. Nicht vergessen! Smile
(Jugend und Finanzen; Elterngeldstelle um genau zu sein)

Und hiermit wünsche ich jedem frischen Elternteil, der sein Glück versuchen will, viel Erfolg! Smile
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